Haben Sie jemals schon davon gehört, dass Geschäftskunden kostenlose Probeübersetzungen haben wollen?

Leider ist das wirklich oft der Fall. Ich frage mich dabei immer, ob derselbe Geschäftskunde auch sonst überall nach einer Gratisprobe oder Probearbeit fragt?

Fragen Sie also Ihren Steuerberater, ob er Ihre Steuererklärung mal für ein oder zwei Monate – kostenlos! – anfertigen wird, sodass Sie überprüfen können, ob er es richtig gemacht hat, sodass Sie seine Dienstleistung vielleicht in Zukunft in Anspruch nehmen werden? Oder gehen Sie zum Fotografen und fragen ihn, ob er Ihnen ein, zwei Fotos kostenlos macht, sodass sie später vergleichen können, wer die besten Fotos macht? Oder erwarten Sie, im Supermarkt ein oder zwei Brötchen kostenlos zu bekommen, weil Sie diese Sorte vorher noch nie probiert haben? Und als letztes Beispiel, gehen Sie zum Friseur und fragen Sie dort, ob Ihr Kind die Haare kostenlos geschnitten bekommt, sodass Sie sehen können, wie der Friseur arbeitet, bevor Sie sich entscheiden, Ihre Haare selbst schneiden zu lassen?
Man könnte hier noch unendlich viele Beispiele anführen.
Warum denken dann einige Leute, dass ein Übersetzer mal eben „nur“ 300 Wörter kostenlos für sie übersetzt, sodass sie sehen können, wie gut er seine Arbeit gemacht hat? Das ist eine Beleidigung für den Berufsstand des Übersetzers!

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Ergebnis Sie bekommen werden, warum probieren Sie es dann nicht erst einmal mit einem kleinen Projekt und sehen dann, wie es für Sie beide läuft?

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